Licht und Orgel
Studierende der Eastman School of Music der University of Rochester, NY, USA und der Universität Siegen
Alexander Kaverinski (Komponistenklasse Sachsen-Anhalt)
Künstlerische Leitung: Martin Herchenröder
Eintritt frei!
Hildebrandt-Orgel in St. Wenzel, Naumburg (Foto: Torsten Biel)
Johann Sebastian Bach
Präludium G-Dur BWV 541
William Jae
Ghost Music (Uraufführung)
Bo Huang
Masquerade – I: Facade – II: Revelation (Uraufführung)
Sarah Johnson, Orgel
Johann Sebastian Bach
Liebster Jesu, wir sind hier BWV 633
Andrew Liu
SOL (Uraufführung)
Keane Southard
Kaleidoscope (Uraufführung)
Johann Sebastian Bach
O Mensch, bewein dein Sünde groß BWV 622
Alex Little, Orgel
Thomas Irnich
Ánthropos (Uraufführung)
Alexander Kaverinski
Wintersonne (Uraufführung)
Nahulan Antony Jeyakumar, Orgel
Johann Sebastian Bach
Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ BWV BWV 639
Clayton Trumbull
Collecting Rainfall (Uraufführung)
Xingyi Betty Chen
kumo no ito (Uraufführung)
Johann Sebastian Bach
Fuge G-Dur BWV 541
Margaret-Mary Sauppe, Orgel
In der Naumburger Wenzelskirche steht eine der bedeutendsten Orgeln der Erde: Gebaut von dem sächsischen Orgelbauer Zacharias Hildebrandt, verdankt sie ihre Entstehung maßgeblich den Vorstellungen Johann Sebastian Bachs und ist damit die weltweit einzige authentische „Bach-Orgel“.
Jetzt fordert ein ungewöhnliches interkontinentales Konzertprojekt den barocken Klangkosmos des Instruments heraus: In den vergangenen beiden Jahren haben Kompositionsstudenten der Universität Siegen, der Komponistenklasse Sachsen-Anhalt und der Eastman School of Music (Rochester, NY, USA) in Online-Seminaren und gestreamten Konzerten unter Leitung des Komponisten und Organisten Martin Herchenröder, Professor an der Universität Siegen und Gastprofessor an der Eastman School of Music, die unerhörte Klangschönheit und Farbvielfalt der Wenzelsorgel kennengelernt.
Neugierig geworden, die musikalischen Geheimnisse des Instruments genauer zu erforschen, haben sie dann neue Werke geschrieben und dabei bisher unentdeckte Charaktere der Orgel erkundet-Geisterhaftes, Maskeraden, Naturimitationen, extreme menschliche Emotionen und anderes mehr. Nicht selten war der Ausgangspunkt der Erkundungstour dabei ein Text, so z.B. das amerikanische Gedicht Ghost Music, das einem der Stücke und auch dem Konzert seinen Namen gab.
Jetzt werden die neuen Stücke uraufgeführt, von Orgelstudierenden aus Siegen und Rochester, und da bei den neuen Kompositionen die musikalische Umsetzung von Licht und Farbe eine so große Rolle spielt, wird die Musik in diesem Konzert durch eine Licht-Performance live kommentiert.
Dass bei einem derartigen Kompositionsprojekt Erinnerungen an J.S. Bach, diesen Meister der musikalischen Farbe und Charakteristik, anklingen, versteht sich von selbst. Und so ist es nur logisch, dass die neue Musik durch Werke von Johann Sebastian Bach eingerahmt ist.
Zudem wird ein Auftragswerk, das der Nachwuchskomponist Alexander Kaverinski (Komponistenklasse Sachsen-Anhalt) von der KlangArt Vision erhalten hat, an diesem Abend uraufgeführt.
Eine Veranstaltung des Festivals KlangARTVision in Zusammenarbeit mit Musik an St. Wenzel, Naumburg, dem Studio für Neue Musik der Universität Siegen, der Eastman School of Music, Rochester, NY, USA und der Komponistenklasse Sachsen-Anhalt
Geboren 2005. Im Magdeburger Knabenchor und Jugendchor aktiv, wurde Chorleiter 2021. Komponist für Sinfonietta-Ensemble, Kammerorchester, Jugendchor. „Wintersonne“ zeigt farbenreiche Harmonien und versteckte Modi.
Die 1921 gegründete Eastman School of Music gehört zu den renommiertesten Musikuniversitäten und fördert kulturelle, soziale und intellektuelle Vielfalt. Sie bietet 13 Studienrichtungen für Musiker:innen.
Die Universität Siegen ist eine mittelgroße aufstrebende Forschungsuniversität in der Mitte Deutschlands, die auch Musik als Studienfach im Lehramt für alle Schulstufen im Portfolio hat. Das Studio für Neue Musik der Universität Siegen unterhält Partnerschaften zu verschiedenen Musikhochschulen weltweit, u.a. zur Eastman School of Music.