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GOLDBERG – Der unsichtbare Klang

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24. Juni um 19:30 21:00

Michaelstein 3
Blankenburg (Harz), 38889

Ein Michaelsteiner Kreuzgang-Projekt nach einer Idee von Thomas Buchholz

Wie klingt Musik aus Sachsen-Anhalt? Neue Kompositionen von Thomas Buchholz und C. René Hirschfeld für ein Vokalensemble des MDR Rundfunkchores werden ergänzt von vier Pianisten auf vier Flügeln im Kreuzgang von Kloster Michaelstein, die zwischen den Ensemblebeiträgen aus den verschiedenen Winkelndes Kreuzgangs Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen spielen werden und damit einen harmonisch-zeitgenössischen musikalischen Dialog entwickeln. 

Vorverkauf beginnt in Kürze

Thomas Buchholz (Foto: Joachim Blobel)

Programm

Vokalwerke von C. René Hirschfeld und Thomas Buchholz

Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen

Veranstaltungsort

Michaelstein 3
Blankenburg (Harz), 38889
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Die 32 Stücke der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach erklingen von vier Pianistinnen musiziert im Wechsel aus den vier Ecken des Kreuzganges des Kloster Michealstein. Nach bestimmten Variationen singt ein vierstimmiges Vokalensemble von wechselnden Standorten zwischen den Flügeln einzelne Stücke aus zwei miteinander vermischten Vokalzyklen der Komponisten Thomas Buchholz (*1961) und C. René Hirschfeld (*1965), die eigens im Auftrag des Festivals KlangArt vision für dieses Projekt komponiert wurden. Das Publikum platziert dabei entlang des Kreuzganges in einer umlaufenden Stuhlreihe. 

Je nachdem, an welcher Stelle des Kreuzganges man Platz genommen hat, ergibt sich mit den wechselnden Klangorten ein stets wechselnder akustischer Eindruck. Dabei spielt vor allem der Hall in Verbindung mit dem Ort des Hörens im Verhältnis zum Ort des Klingens eine entscheidende Rolle. Man erlebt die Dimension Klang und Raum je nach der eigenen Position. Obwohl man an fester Position sitzt wechselt der Eindruck vom Klang im Raum durch den steten Wechsel des Klangortes. Dadurch wird Klang und Raum zum eigentlichen Konzerterlebnis. Die vokalen „Kommentare“ stellen Verbindungslinien im Raum dar. 

In Zusammenarbeit mit dem Kloster Michaelstein – Musikakademie und Museum 

Die Künstler:innen

Darya Dadykina

Darya Dadykina, in einer Künstlerfamilie in Kiew geboren, trat schon während ihres Studiums solistisch mit Philharmonie-Orchestern auf. Sie organisierte 2013 das „openeD sounD“ Festival in Chernigow und lebt seit 2014 in Berlin, wo sie an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ ihr Masterdiplom erhielt.

Darya Dadykina (Foto: Magna Chorna)
Darya Dadykina (Foto: Magna Chorna)

Vasily Gvozdetsky

Vasily Gvozdetsky, Pianist aus Sankt-Petersburg, fördert als Vize der Medtner Gesellschaft dessen Werk. Studierte in Hamburg und Berlin, lehrt nun in Halle. Preisträger mit Auftritten in Europa und bei Top-Festivals, schätzt die Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern.

Vasily Gvozdetsky (Foto: Janine Escher)
Vasily Gvozdetsky (Foto: Janine Escher)

Alexander Stepanov

Alexander Stepanov, ausgezeichnet in St. Petersburg und Halle, gewann über 20 Wettbewerbe. Tourte 2015 mit Bonner Philharmonie. Sein Repertoire umfasst Barock bis Zeitgenössisch.

Alexander Stepanov (Foto: Privat)
Alexander Stepanov (Foto: Privat)

Artem Yasynskyy

Artem Yasynskyy, ausgezeichnet in Donezk & Bremen, lehrt seit 2015 dort und in Triest. Er gewann viele Preise und spielte weltweit mit Top-Orchestern, u.a. in der Carnegie Hall. Veröffentlicht CDs bei Naxos.

Artem Yasynskyy (Foto: Privat)
Artem Yasynskyy (Foto: Privat)

Leipziger Vokalquartett

Gegründet 2015 von Mitgliedern des MDR-Chors, fokussiert sich das Leipziger Vokalquartett auf klassische bis zeitgenössische Vokalmusik, oft a cappella. Ausgezeichnete Aufführungen umfassen Werke von Komponistinnen verschiedener Jahrhunderte.

Vokalquartett Leipzig (Foto: Manja Raschka)
Vokalquartett Leipzig (Foto: Manja Raschka)

Thomas Buchholz

Thomas Buchholz, geb. 1961 in Eisenach (Thüringen) studierte Komposition an der Musikhochschule in Leipzig (Günter Neubert und als Meisterschüler von Ruth Zechlin in Berlin. Darüber hinaus diplomierte er als Musikpädagoge und legte sein Konzertexamen als Sänger ab.

Buchholz‘ Œvre erstreckt sich auf fast alle Gattungen gegenwärtiger Kunstmusik. Die Deutsche Nationalbibliothek listet insgesamt über 250 in internationalen Verlagen (Schott, Verlag Neue Musik u.a.) erschienene Werktitel und CDs. Seine Musik wurde bisher von vielen internationalen Musikern und Ensembles aufgeführt und erhielt nationale und internationale Auszeichnungen.

Die Stilistik Buchholz’scher Musik beschreiben Kritiker und Musikwissenschaftler als eigenständige Verschmelzung historischer und gegenwärtiger Klangstrukturen. Zudem wird die hohe Instrumentationskunst und das spezifische Gefühl für das vokale Element hervorgehoben. Die Kompositionen von Thomas Buchholz zeichneten sich durch einen hohen Assoziationsreichtum aus, wie im MGG über den Komponisten zu lesen ist.

Thomas Buchholz (Foto: Joachim Blobel)
Thomas Buchholz (Foto: Joachim Blobel)

C. René Hirschfeld

Hirschfelds Musik entzieht sich Kategorien wie „tradiert“ oder „avantgardistisch“. So nannte sie Dr. Clemens Goldberg in seiner Kritik zur Portrait-CD „Wandlungen“ (col legno) im rbb Kulturradio ”Musik, die jenseits aller Kompositionsschulen eindringliche Landschaften hervorruft” und der Musiwissenschaftler Moritz Lobeck spricht von Hirschfelds besonderem Harmonieverständnis als „modernes, nicht leugnendes Verständnis von Gegensätzlichem.“ Charakteristisch für Hirschfelds Tonsprache sind teilweise ausgedehnte meditative Abschnitte, die jedoch oft ausgesprochen motorischen Passagen, markanter Rhythmik und kulminierender Dichte gegenüberstehen.

René Hirschfeld (Foto: Korvin Reich)
René Hirschfeld (Foto: Korvin Reich)

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