In Miles Aura

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In Miles Aura

, 19:30 Uhr

Georg Friedrich Händel Halle Salzgrafenplatz 1, 06108 Halle (Saale)

Programm

  • Sebastian Studnitzky : Beyond the Sphere – Improvisation for Orchestra and Band Uraufführung
  • Fabrice Bollon : In Miles' aura – Suite for Jazz Trumpet and Orchestra Uraufführung
  • Claudio Puntin — Woodwinds
  • Arto Mäkelä — Gitarre
  • Thomas Stieger — Kontrabass
  • Bodek Janke — Drums & Percussion

Zum hundertsten Geburtstag des großen Jazztrompeters Miles Davis bringen der Jazzmusiker Sebastian Studnitzky und der Dirigent und Komponist Fabrice Bollon gemeinsam eine Hommage auf die Bühne. Das Projekt verweist einerseits auf das mit einem Grammy ausgezeichnete Album „Aura“ und andererseits auf die außergewöhnliche musikalische Persönlichkeit von Miles Davis, dessen schier grenzenlose Neugier es ihm ermöglichte, in jeden musikalischen Stil einzutauchen. Die geniale Gabe, besondere und unverkennbare Phrasen zu formen, hat seine bis heute unvergleichliche Musik geprägt. Sowohl Studnitzky als auch Bollon überschreiten in ihrer Musik die starren Grenzen von Genres und komponieren – ähnlich wie Miles Davis – Werke, die die heutige musikalische Umwelt in ihrer ganzen Vielfalt aufnehmen. Für dieses Projekt wird der ECHO Jazz- und OPUS Klassik-Preisträger Studnitzky ein 30- bis 40-minütiges Werk für Jazzcombo und Sinfonieorchester schreiben, während Bollon (ausgezeichnet u. a. mit Diapason d'or, Choc de Classica, Grammophone editor's choice) ein 30- bis 40-minütiges Werk für Solo-Jazztrompete und Orchester komponieren wird. In beiden Kompositionen dienen sowohl die Musik von Miles Davis als auch das Album „Aura“ als Leitfaden. Obwohl der Ausgangspunkt der gleiche ist, werden durch die musikalischen Werdegänge der beiden Künstler sehr unterschiedliche Werke entstehen. Wie nutzt ein Jazzmusiker das traditionelle klassische Sinfonieorchester im Zusammenspiel mit improvisierenden Jazzmusikern? Und wie integriert ein klassischer Komponist einen improvisierenden Jazztrompeter in das Gefüge eines Orchesters? Beide Musiker reflektieren in ihren Werken nicht nur das Schaffen einer Ikone wie Miles Davis, sondern stellen sich auch der Frage, wie stark dieses Schaffen ihre eigene musikalische Ausdrucksweise und Komposition beeinflusst hat und beeinflussen wird. „Ich habe als Teenager Klavier und Klassik studiert, dennoch in einer Rockband Bassgitarre gespielt und sehr viel Jazz gehört. Miles hat mich immer durch seine große Neugierde fasziniert. Er hat sich bis zu seinem Tod immer mit allen Formen von Musik seiner Zeit auseinander gesetzt, und blieb dennoch unverkennbar. Deswegen ist er für mich einer der größten Musiker des XX. Jh.“ (Fabrice Bollon)

In Zusammenarbeit mit der Staatskapelle Halle

  • Staatskapelle Halle

Beteiligte

  • Fabrice Bollon Dirigent
    Fabrice Bollon

    Foto: Fabrice Bollon © Anna Kolata

    Der 1965 in Paris geborene Dirigent ist seit 2022/2023 Generalmusikdirektor und Chefdirigent der Staatskapelle Halle. Als Schüler von Michael Gielen, Nikolaus Harnoncourt, Georges Prêtre und Mauricio Kagel war er von 2009–2022 Generalmusikdirektor in Freiburg. Er tritt regelmäßig auch als Komponist in Erscheinung und pflegt eine enge Zusammenarbeit mit dem Label Naxos; seine Janáček-CD wurde für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert.

  • Sebastian Studnitzky Jazztrompete
    Sebastian Studnitzky

    Foto: Sebastian Studnitzky © Joanna Wizmur

    Sebastian Studnitzky reist zwischen Jazz, Klassik und elektronischer Musik – detailliert, minimalistisch, emotional. Zu kantig für Pop, zu emotional für Jazz, hat er etwas erfrischend Neues geschaffen. Mehrfach preisgekrönt mit ECHO Jazz und OPUS Klassik, unterrichtet er als Professor in Berlin und Dresden. 2014 gründete er das XJAZZ! Festival Berlin, das 2022 als „Festival des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Sein Album „KY!“ erschien 2025.

  • Staatskapelle Halle Orchester
    Staatskapelle Halle

    Foto: Staatskapelle Halle © Falk Wenzel

    Die Staatskapelle Halle zählt zu den größten Sinfonieorchestern Mitteldeutschlands. Ihre 115 Musiker*innen sind als Kulturbotschafter weltweit tätig – von Seoul bis Santiago de Chile. Einzigartig in der deutschen Orchesterlandschaft widmet sich das Händelfestspielorchester seit über 30 Jahren der historischen Aufführungspraxis auf Originalinstrumenten. Seit 2022/2023 ist Fabrice Bollon Generalmusikdirektor und Chefdirigent.