KlangART Vision: Eröffnungskonzert im Livestream

Beim Eröffnungskonzert der Musikfesttage KlangART Vision begibt sich die Anhaltische Philharmonie auf eine musikalische Spurensuche in die jüdische Geschichte. KlangART Vision ist offizieller Partner des bundesweiten Festjahres #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland. Die Veranstaltungen der KlangART Vision sollen jüdisches Leben zeitgenössisch-musikalisch erlebbar machen.

Auf einen Blick:

  • Anhaltische Philharmonie spielt Klassiker, Zeitgenössisches und Filmmusik
  • Livestream auf klangart-vision.de und im Offenen Kanal Magdeburg
  • Programm will jüdisches Leben zeitgenössisch-musikalisch erlebbar machen
  • Staats- und Kulturminister Rainer Robra ist Schirmherr
  • Kooperation mit „1700 – Jüdisches Leben in Deutschland“

Halle (Saale), 06.04.2021. „Auf dem Weg der Verheißung“ ist der Titel des Programms, das die Anhaltische Philharmonie unter ihrem Generalmusikdirektor Markus Frank am kommenden Samstag (10. April 2021) um 19 Uhr im Anhaltischen Theater Dessau spielt.

Das biblische Drama „Der Weg der Verheißung“ von Kurt Weill erzählt die Geschichten von Vertreibung, Exil und Verheißung – und arbeitete an dem Narrativ einer Zukunft des jüdischen Volkes, das schließlich in der Gründung des Staates Israel mündete. Paul Ben-Haim emigrierte 1933 nach Palästina und gilt als der Vater der israelischen Musik. Seine Rhapsodie ist tief in der deutschen Spätromantik verwurzelt, andererseits strahlt sie die Melodik seiner neuen orientalischen Heimat aus. Diese Tonsprache war eines der Vorbilder für John Williams Soundtrack zum Film „Schindlers Liste“: eine Filmmusik, die ebenso eindringlich wie unaufdringlich ist.

Anhand von Sergej Prokofjews „Ouvertüre über hebräische Themen“ und Dmitri Schostakowitschs Liederzyklus „Aus jüdischer Volkspoesie“, werfen die Anhaltische Philharmonie, GMD Markus L. Frank und Solist*innen einen Blick auf  ihre jeweilige Verbundenheit und Solidarität mit der jüdischen Bevölkerung in Russland und der Sowjetunion.

Mit Auszügen aus Berthold Goldschmidts Suite op. 5 für Orchester stellt die Anhaltische Philharmonie Musik eines jüdischen Komponisten vor, die zu Teilen am Dessauer Theater uraufgeführt worden war.

„Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dieses neuartige Projekt an der Schnittstelle von Medien, Filmmusik, Klassik, Weltmusik und Avantgarde zu unterstützen“, sagt Staats- und Kulturminister Rainer Robra, der Schirmherr der KlangART-Vision. Die Festtage verbänden Vertrautes mit vermeintlich Unbekanntem, bringen Menschen zusammen und schafften Neues: „Jedes Event besticht durch seine Einzigartigkeit und wird zum unvergleichlichen Erlebnis.“

Seit 1700 Jahren ist der jüdische Glauben Teil unserer Gesellschaft. Wir sind durch jüdische Kultur maßgeblich geprägt. Das ist ein besonderes Erbe, das viele herausragende Protagonisten auch des öffentlichen Lebens zu diesem Anlass zusammenbringt. Die KlangART Vision ist Teil dieses bundesweiten Festjahres #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland.

„Uns den kulturellen Reichtum unserer Gesellschaft bewusst zu machen ist ein inspirierendes Anliegen – gerade jetzt“, so der künstlerische Leiter der KlangART Vision, Markus Steffen. Musik sei von jeher das natürliche Bindeglied zwischen Kulturen, Gesellschaften und Menschen.

Aufgrund der Corona Beschränkungen werden der Offene Kanal Magdeburg und ihre Partnerkanäle aus Wettin und Wernigerode alle Veranstaltungen auf dem YouTube-Kanal und der Website des Festivals klangart-vision.de übertragen und können live miterlebt werden.

Hinter der KlangART Vision steht die International Academy of Media & Arts e.V. (IAMA). Der Hallenser Verein versteht sich als Schnittstelle zwischen Kunstschaffenden und Medien. Kernaufgabe der Academy ist u.a. auch die Förderung und Weiterbildung von kreativem Nachwuchs, der praktische, auf die Branche zugeschnittene Fähigkeiten entwickelt und trainiert.

Mit der KlangART Vision baut die International Academy of Media & Arts von Sachsen-Anhalt aus Brücken in die Welt. Schon die ersten Festtage im Herbst 2020 waren ein menschenverbindendes Erlebnis in Zeiten der allgemeinen Kontaktbeschränkung.

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